Corinna Balkow als Direktkandidatin für den Wahlkreis 2

Veränderungen gelingen nur, wenn wir uns gemeinsam für sie einsetzen. Meine Motivation besteht darin, mich für Menschen einzusetzen, von denen ich aus meinem Alltag weiß, dass sie es schwer haben gehört zu werden. Kinder auf ihren Wegen zur Schule und zu Freunden. Familien, die Alltag, Karriere und Ehrenamt miteinander verbinden. Alle, die herausgefordert sind, in der Stadt unterwegs zu sein.

Mein Ziel ist, über eine aktive Politik für Kinder, Jugend und Familie die unterschiedlichen sozialen Bedingungen des Zusammenlebens positiv zu verändern.

Mein Einstieg ins politische Engagement in Berlin begann 2014 im Bereich Kinder, Jugend und Familie als Schatzmeisterin im Förderverein der Kita meiner Kinder. Als Elternvertreterin in der Kita, beim Träger, im Bezirks Eltern Ausschuss Kita in Charlottenburg-Wilmersdorf und schließlich im Landes Eltern Ausschuss Kita Berlin (LEAK) durfte ich die Interessen von Kita-Kinder und ihren Eltern vertreten. Als Vorsitzende des LEAK Berlin gehörte dazu die Teilnahme am Jugendhilfe-Ausschuss, die Vernetzung innerhalb der Berliner Kita-Landschaft und wöchentliche Sondersitzungen zur Formulierung von Elternbriefen während der Corona-Pandemie Schließungen. Um die Qualität der frühkindlichen Bildung zu stärken und Verständnis zwischen Eltern und pädagogischem Personal zu fördern, habe ich Proteste und Danke-Aktionen am Tag der Kinderbetreuung organisiert.

Spielstraße - auf der Straße sitzen Nachbarn im Gespräch

Die Bedürfnisse von Kindern und Familien möchte ich weiter in den Blick nehmen. Dabei kann durch leicht zugängliche Angebote wie Spielstraßen das soziale Miteinander in den Kiezen gestärkt werden.

Mein Ziel ist, eine barrierefreie Mobilität umzusetzen. Sie soll für alle Menschen unabhängig von Alter und sozialer Herkunft zugänglich sein.

Am zentralen Omnibusbahnhof kommen Menschen aus allen Ländern an und erleben Berlin zum ersten Mal. Die Gebäude sind neu gestaltet, aber die Fußwege sind noch deutlich verbesserungsfähig. Die Kreuzung am Messedamm benötigt dringend eine oberirdische Umgestaltung der Fuß- und Radwege. Die unterirdische Querung muss entweder neu gestaltet oder geschlossen werden.

Bis zum Abschluss der neuen Werkstatthallen der BVG am Machandelweg müssen die Bedürfnisse der Anwohnenden und die Erfordernisse des Baustellenverkehrs zusammen gebracht werden.

Die Baustellen an der A100, von Funkturm über Ringbahnbrücken bis Rudolf-Wissel-Brücke werden zu mehr Verkehr durch Umleitungen führen. Hier müssen die Anwohnenden, vor allem Kinder und Senior*innen, in den Fokus rücken, um ihnen größtmögliche Sicherheit zu bieten. Dazu muss die Einfahrt in die Wohngebiete durch Beschilderung und bauliche Veränderungen erschwert werden. Entlastung kann auch der beschleunigte Ausbau der Radschnellverbindung West-Route bieten. Busse und Bahnen sollen verstärkt eingesetzt werden, um den Berufsverkehr von der Straße zu holen. Dazu braucht es eine Taktverdichtung bei der U-Bahn, S-Bahn und den Regionalbahnen.

Als aktive Fahrradfahrerin bringe ich mich schon lange in verschiedenen Vereinen für die Mobilitätswende ein. Gemeinsam organisiere ich seit 2018 in Charlottenburg-Wilmersdorf Kinder-Fahrrad-Demos „Kidical Mass“. Als Sprecherin für Mobilität in der Bezirksfraktion der Bündnis 90/Die Grünen in Charlottenburg-Wilmersdorf setze ich mich für Mobilität für alle ein. Auf der einen Seite geht es um die barrierefreie Gestaltung von Bahnhöfen und Fußwegen für Senior*innen oder Menschen mit Seh- oder Gehbehinderungen, auf der anderen stehen sichere Schulwege, die Kinder selbstständig zu Fuß oder mit dem Rad bewältigen können. Breite und angenehme Wege bieten Möglichkeiten zur Begegnung in der Nachbarschaft. In Zusammenarbeit mit Nachbarn setze ich mich ein für Parklets, Bürgersteig-Regentonnen und Kiezverschönerung.

Corinna schiebt ihr Fahrrad
Fotografin: Jannette Kneisel

Eine zukunftssichere Mobilität sorgt dafür, dass Menschen und Güter in Bewegung bleiben können, während ein geregelter Ausstieg aus fossilen Energien stattfindet.

Mein Ziel ist eine an Menschen orientierte Digitalisierung. Sie ermöglicht lebenslanges Lernen und gesellschaftliche Beteiligung.

Mein beruflicher Werdegang führte von der Software Qualitätssicherung in Dublin über die wissenschaftliche Mitarbeit im Bereich „Ethik der Künstlichen Intelligenz“ an der Universität Osnabrück zur Projektmanagerin in einem digitalpolitischen Verein in Berlin. Ich habe Partner*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammengebracht, um gemeinsam zu erarbeiten, wie algorithmische Entscheidungen prüfbar und nachvollziehbar gemacht werden können.

Als freiberufliche Moderatorin, IT-Beraterin und Innovationstrainerin unterstütze ich Menschen in kommunikativen Prozessen und halte Vorträge zu Themen wie „Digitales Zusammenarbeiten“, „Möglichkeiten und Grenzen algorithmischer Systeme“ oder „Künstliche Intelligenz und gesellschaftliche Auswirkungen“. Mein Studium der Philosophie und der Medien-Informatik an der Universität Bremen habe ich 2007 mit einer Magisterarbeit zur Verbindung von „Künstlicher Intelligenz und Robotik“ abgeschlossen.

Meine digitalpolitischen Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft, Möglichkeiten des Bildung, Fragen kollektiver Aspekte des Datenschutzes, sowie Regulierung und Überprüfung algorithmischer Systeme. Dabei war es mir wichtig multidisziplinär zusammenzuarbeiten und praktische Workshops mit Nutzer*innen und Anwendungsentwickler*innen zu gestalten.

Für mich gilt die Verantwortung technisches Wissen weiterzutragen und das Lernen digitaler Kompetenzen in den Alltag zu integrieren. Neben der schulischen Bildung betrifft dies auch Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung. Viele Menschen sind nicht ausreichend mit technischen Aspekten vertraut, was eine effektive und innovative Entscheidungsfindung behindert. Offene, sichere und demokratisch kontrollierte digitale Werkzeuge stehen für Möglichkeiten im digitalen Raum Souveränität zurück zu gewinnen und Kosten für teure Lizenzen zu sparen. Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam digitale Innovationen schaffen können, die unsere Grundrechte stärken.

Corinna sitzt im Park und hält ein Handy in der Hand
Fotografin: Jannette Kneisel

Durch Zusammenarbeit zwischen Entwickler*innen, Entscheidungsträgern und Nutzer*innen möchte ich zu praktikablen und zielgerichteten digitalen Lösungen beitragen.

Mit meiner Kandidatur für den Wahlkreis 2 möchte ich meine Erfahrungen einbringen und mit meiner kommunalpolitischen Arbeit zusammen führen:

meine Verbundenheit zu Kinder-Jugend- und Familienpolitik,
meine fachlichen Erfahrungen aus dem Bereich Mobilität,
und meine beruflichen Kenntnisse für die Digitalpolitik.

Für eine menschliche Politik, die die Perspektiven von Kindern und Familien einbindet, Engagement von Bürger*innen fördert, eine zugängliche und klimafreundliche Mobilität gestaltet, sowie eine gemeinschaftliche Digitalpolitik.